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Vor ein paar Wochen habe ich die Netflix-Serie mit Marie Kondo gesuchtet. Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass die halbe Instagram-Communtiy mittlerweile KonMari-süchtig ist. Aus allen Ecken werde ich mit dem Thema bombardiert. Dabei finde ich die Serie nicht mal so dolle. Das erste Buch von ihr fand ich dagegen grandios. Heute möchte ich dir jedoch eine Last von den Schultern nehmen, falls du dich schon mal an der KonMari-Methode versucht hast und gescheitert bist. Die KonMari-Methode kann bei Müttern mit kleinen Kindern gar nicht funktionieren!

Hast du schon mal ihre Tipps ausprobiert? Also ich habe es versucht. Ich habe es wirklich versucht! Mein Mann rollt nur noch mit den Augen, wenn ich ihn frage, ob er das und jenes noch braucht. Mit dem Spruch: „Does it spark joy?“ (stell dir die piepsige Übersetzerstimme von Marie Kondo dabei vor) brauche ich ihm erst gar nicht kommen.

Das Problem war nur, dass wir gerade eine Haussanierung hinter uns hatten und der ganze Kram aus dem oberen Stockwerk kreuz und quer im Keller lag. Wie in aller Welt sollte ich da nach Kategorien aussortieren? Kannst du komplett knicken. Mit der Zeit habe ich dann gemerkt, dass die KonMari-Methode für mich leider gar nicht funktionierte. Zumindest damals nicht.

Richtig aussortieren in 15 Minuten
Haus ausmisten und ordnen

Also warum funktioniert die KonMari-Methode bei uns nicht?

  1. Bei der KonMari-Methode wird nicht nach Zimmern oder Schränken aussortiert, sondern noch Kategorien. Das heißt also, du suchst alle Kleider im ganzen Haus zusammen und wirfst sie auf einen riesigen Haufen. Bei Kleidern mag das noch enigermaßen einfach sein, denn die sind meist im Kleiderschrank oder in der Wäsche. Bei Spielsachen, Büchern, Dekorationskram, … sieht das schon anders aus. Wenn du gerade erst beginnst mit dem Ausmisten und Aufräumen, dann ist es sehr schwer alles einer Kategorie zusammen zu tragen, denn das Zeug ist oft im ganzen Haus verstreut. Vielleicht hast du auch gar keinen Überblick mehr, wo deine Sachen liegen. Dadurch ist es nur natürlich, dass du ziemlich bald die Lust an der ganzen Aktion verlierst, auch wenn du zu Beginn total euphorisch warst. Mir ging es absolut genauso.
  2. Der nächste Knackpunkt bei mir, war der riesige Haufen Zeug, vor dem du dann stehst, wenn du erst einmal alles einer Kategorie zusammengetragen hast. Bis du zu diesem Punkt erst einmal gekommen bist, ist schon eine ganze Menge Zeit drauf gegangen. Jetzt musst du dich dazu motivieren alles auszusortieren und anschließend entweder zu entsorgen oder aufzuräumen. Das ist eine ganze Menge Arbeit, die da am Stück geleistet werden muss. Bist du Mutter, wirst du mit 100%iger Sicherheit dabei mehrmals unterbrochen. Sich nach der Unterbrechung wieder aufzuraffen, um weiter zu machen, ist verdammt schwer, wenn du überhaupt noch die Zeit dazu hast. Wenn also die Motivation sinkt, warum auch immer, hast du anschließend noch mehr Chaos also vor der Aufräumaktion! Und das kann ja nicht das Ziel sein.
  3. Und da haben wir auch schon den nächsten Punkt. Gerade am Anfang deiner Ausmist-Aktion brauchst du so viele Erfolgserlebnisse, wie möglich. Wenn du nach einer Aufräumaktion in noch mehr Chaos stehst als zuvor, läufst du ziemlich schnell Gefahr alles hinzuschmeißen.
  4. Marie Kondo zeigt in der Serie nur eine einzige Entsorgungsmöglichkeit, das Wegwerfen. Für mich war das aber nur eine Option von vielen. Viele Sachen, die ich aussortiert habe, waren für die Tonne viel zu schade. Zumal die kleine Tonne auch nie gereicht hätte, da wären Monate lang Mülltüten in meinem Hof herumgestanden, bis ich das alles in die Mülltonne hätte stecken können. Gerade bei Sachen, die einmal teuer waren, hätte ich mich nicht trennen können. Die Hemmschwelle die Sachen einfach in die Tonne zu werfen, ist da viel zu groß. Lieber spende ich die Sachen im örtlichen Sozialkaufhaus.
  5. Und um Himmels Willen, was soll das Bedanken bei den Gegenständen, die man aussortiert? Also mir kommt das sehr befremdlich vor. Auch das Begrüßen des Hauses kommt in unserem Kulturkreis auch eher selten vor. Dazu konnte ich mich nicht durchringen.
  6. Insgesamt, finde ich, dass Marie Kondo in ihrer Konmari-Methode sehr wenige Tipps für das alltägliche Aufräumen und der Haushaltsorganisation im allgemeinen gibt. Wenn man es tatsächlich geschafft hat alles auszusortieren, hat man immer noch nicht gelernt, wie man die neue Ordnung auch aufrecht erhält.
  7. Das heißt. einen Tipps hat sie schon, akkurates Falten. Im Prinzip mag ich ihre Methode Kleider aufzubewahren. Sie faltet alles so klein, dass das Päckchen dann von alleine stehen bleibt. Dann wird alles vertikal aufbewahrt. Also nicht übereinander gestapelt, sondern hintereinander. Ich mache das schon eine ganze Zeit lang so und auch mein Mann hat diese Methode mittlerweile übernommen. Allerdings verkünstle ich mich nicht beim Zusammenlegen der Wäsche. Bei 3 Kindern und dem dazugehörigen Wäscheberg, ist mir das einfach zu viel Arbeit. Das wäre für mich im Alltag einfach eine zu große Hemmschwelle. Wahrscheinlich würde die Wäsche dann einfach stehen bleiben, bis ich genug Zeit habe sie akkurat zu falten, was dann natürlich nie passieren würde.
  8. Und zu guter Letzt, finde ich, dass Minimalismus auch seine Grenzen und Kehrseiten hat. Versteht mich nicht falsch, ich habe in unserem Haus aussortiert, wie eine Verrückte, aber man kann die Sache auch unnötig verkomplizieren. Wenn man zum Beispiel alle Schraubendreher aussortiert, bis von jeder Größe nur noch einer übrig bleibt und diesen dann beim übrigen Werkzeug in der Garage aufbewahrt. Dann musst du durchs komplette Haus in die Garage rennen, nur um eine Batterie von Kinderspielzeug wechseln zu können. Oder nur noch 2 Kugelschreiber im Büro aufbewahrt werden, du aber schnell noch Notizen am Telefon oder einen Einkaufszettel in der Küche schreiben willst. Ich denke du verstehst, worauf ich hinaus will.
saubere Küche
richtig aussortieren mit 3 Kisten

Wenn du es also nicht geschafft hast, die KonMari-Methode durchzuziehen, brauchst du dich nicht schlecht oder deprimiert fühlen. Diese Methode funktioniert nicht bei allen. Ich würde sogar behaupten, dass sie nur für wenige wirklich gut ist.

Alternative Methode

Geh besser in kleinen Schritten vor. 15 Minuten pro Tag reichen völlig. Eine Schublade nach der anderen, jeden Tag eine, und du wirst sehen, bald hast du richtig viel geschafft! 15 Minuten sind ein überschaubarer Zeitraum. Den kann man auch als Mutter gut mal in den Alltag einbauen. Außerdem werden in 15 Minuten auch nicht gleich riesige Mengen aussortiert oder umgeräumt, die man dann später noch entsorgen und wegräumen muss. Du kannst davon ausgehen, dass du für 15 Minuten aussortieren, noch 15 Minuten Entsorgung oder Aufräumen rechnen musst.

Wenn du richtig viel Chaos in einem Zimmer oder Bereich hast, dann gehe im Uhrzeigersinn vor. Sortiere und räume für 15 Minuten am Tag diesen Bereich auf. Beginne links von der Tür und arbeite dich Tag für Tag im Uhrzeigersinn durch diesen Raum. Stelle dir 3 Kisten auf: eine für Dinge, die du behalten willst, aber nicht in diesen Raum gehören; eine Kiste für Dinge, die gespendet oder verkauft werden sollen und eine Kiste für den Müll. Im Laufe der 15 Minuten füllst du diese Kisten. Am Ende der 15 Minuten räumst du diese Dinge aus den Kisten weg. Spenden kannst du auch sammeln, bis die Kiste komplett voll ist. Dann lohnt sich auch der Weg zum Sozialkaufhaus. Möchtest du einige Sachen verkaufen, dann mache gleich Fotos davon und stelle sie bei eBay oder quoka ein. Sammelst du die Sachen für eine große Verkaufsaktion in ferner Zukunft, wirst du diese nie mehr los. Meist findet diese Verkaufsaktion nämlich nie statt.

Warum die KonMari-Methode nicht funktioniert
Kleider falten nach Marie Kondo

Und? Hast du die KonMari-Methode auch schon ausprobiert? Hat es bei dir reibungslos geklappt oder gab es auch bei dir Hürden und Probleme? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Lass es dir gut gehen!

Natalie

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