Meine Familie und ich haben uns seit einigen Wochen auf den Weg zum Minimalismus gemacht. Gut eher mein Mann und ich. Die Kinder sind da weniger begeistert. Ist klar, ne?
In diesem Zuge habe ich mich über meinen Kleiderschrank hergemacht. Im Laufe der Jahre haben sich so viele Sachen angesammelt. Es ist kaum zu glauben! Und dabei hatte ich ehrlich gedacht, dass ich sehr wenige Kleider besitze. Was im engeren Sinn auch tatsächlich stimmt, denn wirklich anziehen konnte ich nur sehr wenige Sachen. Trotzdem war der Schrank voll.
Ich zeige dir hier einen Weg, wie du deinen Kleiderschrank ausmistest, der Garderobe vereinfachst und dabei jede Menge Schuldgefühle los wirst!

Kleider schnell aussortieren
Minimalismus im Kleiderschrank

Die Ausmist-Aktion vorbereiten

Als erstes wirfst du alle Kleider auf dein Bett oder auf eine freie Stelle auf den Boden. Aber auch nur dann, wenn du wirklich genug Zeit hast dein Projekt fertigzustellen! Nichts ist schlimmer als ein Bett voller Klamotten, wenn es bereits 22 Uhr ist und du nur noch müde umfallen möchtest. Hast du nur wenig Zeit, dann gehe erstmal nur Schublade für Schublade und Regalbrett für Regalbrett vor.
Ich dagegen habe tatsächlich alle Kleider auf mein Bett geworfen und sie komplett aussortiert.

Anschließend habe ich alle Regale und Schubladen ausgewaschen und getrocknet. Die Kleiderschrank-Organizer vom Möbelschweden habe ich ausgesaugt und kaputte Kleiderbügel aussortiert.

Wie viele Kleider brauche ich?

Überlege dir genau, wie viele Kleider du tatsächlich brauchst und zu welchen Anlässen. Brauchst du Business-Outfits oder eher Alltags-Mama-Kleidung? Wie viele Teile brauchst du für deine Arbeitskleidung? Wie viele Kleidungsstücke brauchst du für den Alltag, für Verabredungen oder für andere Gelegenheiten?

Ich bin zur Zeit Hausfrau und Mutter. Daher brauche ich nur ganz normale Alltagskleidung und ein paar ausgewählte Stücke für feierliche Anlässe, Einladungen oder Date Nights mit dem Mann. Ich habe mich daher dafür entschieden, dass ich 4 Hosen in verschiedenen Farben brauche, 5 Oberteile mit kurzen Ärmeln und 5 Oberteile mit langen Ärmeln für den Alltag. Dazu noch 4 schicke Outfits für Feierlichkeiten und Restaurant-Besuche etc.

Du suchst dir jetzt einfach aus deinem Wäscheberg diese Anzahl an Teilen heraus und hängst sie zurück in den Schrank! Alles andere kann weg! Einfach oder?

Was kann auf jeden Fall weg?

Kleidung, die nicht passt

Warum tun wir uns das eigentlich an? Wir bewahren Kleidung auf, die uns gar nicht mehr passt. Die Hose in Größe 36, die uns schon seit Jahren nicht mehr passt, verhöhnt uns jeden Tag aufs Neue. Jedes Mal, wenn wir sie sehen oder mal wieder umräumen, sagt sie uns: „Du könntest mal wieder ein paar Kilos abnehmen! Früher hast du in mir großartig ausgesehen, und heute?“ Das Ganze läuft entweder bewusst oder auch unbewusst ab. Auf jeden Fall ist ihr Anblick mit Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen verbunden! Also raus damit! Befreie dich von deinen Schlechte-Gewissen-Klamotten!

Ich habe meine Kleider, die mir zu klein sind, in Kisten gepackt und in den Keller gestellt. Eigentlich plädiere ich dafür die Kleider sofort ganz auszusortieren und sie einfach zu spenden. Sei rigoros! In meinem Fall macht das aber tatsächlich zur Zeit keinen Sinn. Ich bin gerade auf Diät und versuche meine Figur zurückzubekommen. Daher werden mir die Kleider hoffentlich in naher Zukunft wieder passen. Ich habe mir allerdings auch ein Datum gesetzt und dieses auf den Kisten notiert. Wenn sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht wieder passen, dann werde ich sie ungesehen spenden.

Garderobe vereinfachen
Garderobe vereinfachen
weniger Kleider, mehr anzuziehen

Löchrige, fleckige oder verwaschene Kleidung

Das sollte eigentlich selbstverständlich und einfach sein. Aber denkste! Gerade bei Lieblingskleidung oder sehr teuren Stücken, fällt uns das richtig schwer! Aber sind wir mal ehrlich, eine löchrige Strickjacke sieht einfach ungepflegt und hässlich aus. Da kann auch ein Schild mit dem Label Hugo Boss Orange nichts ändern. Einfach weg damit!

Denk dabei aber auch an Socken und Unterwäsche! Was sagen die Omis immer? „Stell dir mal vor du hast einen Unfall und musst ins Krankenhaus! Achte auf deine Unterwäsche!“ Meine Oma hat das auch immer gesagt. Sie hat da allerdings eher an den jungen hübschen Arzt gedacht, den ich dort dann treffen könnte.

Kleidung, die dir nicht steht oder dir nicht gefällt

Das ist der schwierigere Part, denn schließlich haben wir Geld dafür ausgegeben. Und je mehr ein Teil gekostet hat, desto größer ist die Chance, dass du es nicht weg gibst, obwohl es dir nicht gefällt.

Dein Kleiderschrank sollte nur Kleider beinhalten, die dir Freude machen! Du solltest dich über jedes Teil darin freuen und es soll dir ein gutes Gefühl geben. Hast du allerdings noch Kleidungsstücke in deiner Garderobe, die du nur aus schlechtem Gewissen behältst, weil sie mal teuer waren und es doch pure Verschwendung wäre, die jetzt wegzugeben, dann sticht dich jedes Mal wieder der Gewissensbiss, wenn du sie siehst. Tu dir selbst den Gefallen und trenne dich davon! Deine Kleidung soll deine Persönlichkeit unterstreichen und deine Person zum Strahlen bringen. Klamotten, die schlecht sitzen oder ziehen und zwicken, lassen niemanden erstrahlen, auch nicht wenn sie mal ein Vermögen gekostet haben. Du solltest deine Kleidung mit viel Selbstbewusstsein tragen und dich nicht verstecken wollen, wenn dich jemand sieht, den du kennst! Befreie dich von dem schlechten Gewissen, lerne aus deinen Fehlern und move on.

Einzelne Socken

Ich habe auf meiner Waschmaschine eine Kiste für einzelne Socken stehen. Die armen Kerlchen warten dort auf ihre Partner, nur leider findet man die nie, wenn die einzelne Socken überall herumliegen. Daher sammle ich sie zentral in meiner Abstellkammer. Uralte Socken, die schon seit Monaten oder gar Jahren in der Kiste liegen, entsorge ich von Zeit zu Zeit.

Kleider spenden
Kleiderschrank richtig ausmisten

Wieder einräumen

Jetzt sollten nur noch wunderschöne Kleider in der richtigen Größe und in Topzustand übrig sein, die dir jeden Tag Freude machen. Gruppiere Gleiches mit Gleichem, also Unterwäsche zu Unterwäsche und Socken zu Socken. Nutze wenn möglich Schubladenorganizer oder Kisten. Ich persönlich falte keine Unterwäsche, das ist in meinem Augen verschwendete Lebenszeit, ich bin aber auch eine Helga (Keine Ahnung wovon ich spreche? Dann mach den Test!). Liebe Ernas und Paulas, ihr dürft aber auch gerne jedes einzelne Paar Unterhosen falten, bügeln oder rollen. Tut euch keinen Zwang an. Aber sortiert zunächst erst einmal alles grob! Räumt alles wieder zurück in den Schrank. Und erst dann beginnst du mit den Fleißaufgaben. So bist du auf der sicheren Seite. Falls du unerwartet unterbrochen wirst, hast du immerhin das Chaos beseitigt und deinen Schrank super aussortiert, auch wenn die Socken noch nicht perfekt gerollt sind.

Wenn du weitere Inspiration und Anregung zum Thema Aussortieren und Ausmisten suchst, dann schau mal hier und hier nach! Und auf meinem Instagram-Profil kannst du meine Ausmist-Prozesse in den Storys mitverfolgen.

Ist dein Kleiderschrank auch zu voll? Und hast du trotzdem nichts anzuziehen? Oder gehörst du eher zum Team Minimalismus?
Schreibe es in die Kommentare!

Lass es dir gut gehen!

Natalie

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