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Mit dem Auto in den Urlaub fahren ist an sich schon eine Herausforderung. Mit kleinen Kindern kann das doppelt und dreifach so anstrengend werden. Trotzdem ist gerade dieses Jahr wieder das Auto für die Fahrt in den Urlaub beliebt, Pandemie sei Dank. Auch wir waren dieses Jahr gute 7,5 Stunden mit dem Auto unterwegs an die deutsche Nordseeküste. Mittlerweile habe ich aber ein paar gute Tricks gesammelt, wie die Autofahrt mit Kindern weniger anstrengend für alle Beteiligte wird.

Autofahrt mit Kindern überleben

Die Reisestrecke auf das Alter der Kinder anpassen

Je jünger die Kinder, desto kürzer sollte die Strecke sein. Mit einem Einjährigen im Kindersitz 20 Stunden durch ganz Europa fahren zu wollen, ist sicherlich nicht die beste Idee.

Wir waren letztes Jahr 5 Stunden und dieses Jahr 7,5 Stunden mit dem Auto unterwegs. Das war für meine Kids aber schon recht anstrengend, viel mehr hätte es nicht sein dürfen. Gerade die letzte Stunde hat sich kräftig gezogen. Bei so einer Strecke empfiehlt sich mindestens eine längere Pause zum Essen, Auspowern und Pippi machen. Wir suchen immer eine Raststätte mit einem Spielplatz aus, sodass sich die Kinder etwas bewegen können.

Wenn es wirklich weiter weggehen soll, kann die Reise in Etappen mit Zwischenübernachtung geplant werden. Aber auch das ist sehr anstrengend für Kindern, wenn sie am nächsten Tag schon wieder stundenlang im Auto sitzen müssen.

Tipps lange Autofahrt mit Kindern

Überraschungstüten

Um die Moral im Auto hochzuhalten, habe ich kleine Überraschungstüten für die Kids vorbereitet. In kleine Brottüten habe ich verschiedene Süßigkeiten, Chips und Salzstangen gepackt und nummeriert. So hat jedes Kind immer das gleiche bekommen und es kam nicht zu Eifersuchtsanfällen. Wir hatten dabei: Pombären Ketchup, Mini-Lutscher, Gummibären, Salzstangen und Puffreis. Für die Rückfahrt gibt es noch Ahoibrause, Popcorn, Gummibären und Petz-Bonbons. Normalerweise gibt es bei uns nicht so viele Süßigkeiten, aber besondere Zeiten brauchen besondere Maßnahmen. Nicht wahr?

Außerdem gibt es ausnahmsweise auch Limo oder ein anderes besonderes Getränk.

Zusätzlich habe ich vorher im Billigladen neue Malbücher, Stifte, Aufkleber und Zeitschriften gekauft. Von zu Hause habe ich dann noch Spiele zusammen gesucht, die man unterwegs spielen kann. Diese habe ich aber nicht hinten in die Kiste gepackt, sondern erst mal bei mir vorne gelassen. Sobald sich Langeweile breitmachte, habe ich ein Spiel oder ein Tütchen „heraus gezaubert“.

Kinder im Auto unterhalten

Entertainment während der Fahrt

Je mehr Ablenkung, desto weniger Gemecker. Wir haben für die Vordersitze je ein Autoorganizer aufgehängt. Dort kann man gut die Getränke und ein paar Spielsachen unterbringen. In den Fußraum unter dem Kindersitz der Kleinsten habe ich eine Kiste mit Spielsachen für die Fahrt gerichtet. Wir hatten Tiptoi-Bücher, Malbücher, Rätselhefte, verschiedene Tonies und natürlich die Toniebox dabei. Passend dazu hat jedes Kind seinen eigenen Kopfhörer.

Auf dem Tablet habe ich vor der Fahrt diverse Serien, Filme und Hörbücher heruntergeladen. Auch das Tablet lässt sich gut in einer durchsichtigen Plastiktasche in unseren Autositzorganizern unterbringen. So kann man von mehreren Sitzen aus zusehen.

Während der Fahrt habe ich noch so ein paar zusätzliche Spiele aus meiner Überraschungstüte „gezaubert“, wenn die Stimmung schlechter wurde.

Spieletipps für eine lange Autofahrt mit kleineren Kindern

Kinder von 1-6 Jahren

Die Magnettafel ist zwar empfohlen ab 3 Jahren, aber unsere 2-Jährige benutzt sie sehr gerne. Wir haben eine mit Buchstaben, aber für kleinere Kinder ist die Blankoversion sicher schöner und besser geeignet. Darauf kann man tolle Bilder „malen“, ohne dass man etwas verschmiert. Außerdem kann man es immer wieder „wegwischen“ und neu anfangen. Das Runterdrücken der Kugeln ist da ein besonderes Highlight.

Ganz ähnlich ist da die altbekannte Zaubertafel. Malen ohne Sauerei ist hier die Devise.

Wer keine Angst vor Gebimmel hat, kann auch auf ein elektronisches Spielzeug zurückgreifen. Das kann auf die Dauer aber auch richtig nervig werden. Wir haben ein Spiel zum Erlernen der Buchstaben. Das Verlinkte ist zwar nicht das gleiche, aber sehr ähnlich vom Prinzip. Unseres ist leider nicht mehr erhältlich. Als Deutschlehrerin habe ich natürlich darauf geachtet, dass die Buchstaben nicht als Namen ausgesprochen werden, sondern deren Laute abgespielt werden.

Magnetbücher oder Quiet Books sind richtig super für unterwegs. Das machen auch die Großen bei uns noch gerne.

Die Magnetlabyrinthe bieten lange Spielspaß. Auch meine 6-Jährige ist da noch begeistern von.

TipToi-Bücher sind abwechslungsreich und für nahezu jedes Thema zu haben. Und vor allem gibt es sie mittlerweile in fast allen Büchereien zum Ausleihen.

Hörspiele über die Toniebox. Unsere 6-Jährige hört gerne „Ella geht zur Schule“ und „Die Schule der magischen Tiere“. Es gibt dazu passend auch ein Autoladekabel. Der Akku hält allerdings wirklich lange, daher haben wir auf das Kabel verzichtet.

Bandolinos sind fürs Auto auch sehr gut geeignet. Es gibt keine Kleinteile, es verrutscht nichts beim Fahren und es fallen auch keine Einzelteile auf den Boden. Perfekt also für die Fahrt.

Kinder zwischen 6 und 12 Jahren

Autobingo war bei meinen Großen dieses Mal wirklich sehr beliebt. Das gibt es fertig zu kaufen oder zum Selbstausdrucken, einfach mal googeln.

Eine Zeit lang ist Kind Nummer 1 total auf Autokennzeichen abgefahren. Da haben wir dieses Buch gekauft. Auf langen Autofahrten ist es immer noch sehr beliebt.

Seit Jahren ein Renner sind bei uns die Spiele von SmartGames und ThinkFun. Besonders bleibt sind da Rush Hour Junior und Ran an die Nüsse.

Wer keine Probleme mit Übelkeit im Auto hat, kann sich auch mal an Suchbücher wagen. Diese gibt es von ganz einfach bis richtig kompliziert. Wir mögen die klassischen „Wo ist Walter“ und „Ich finde was“-Bücher sehr gerne. Dabei aber unbedingt die Originalgröße kaufen. Die Miniausgabe ist viel zu klein, um wirklich Spaß damit zu haben.

Rätselblöcke gibt es für jedes Alter. Auch da darf man nicht mit Übelkeit zu kämpfen haben.

Kostenlose Ratespiele

  • Ich sehe was, was du nicht siehst: Ich glaube, das muss ich nicht weiter erklären, oder? Ein Klassiker unter den Ratespielen! Allerdings wird es während das Fahrt schwierig. Entweder ihr grenzt das Ganze ein, zum Beispiel nur Sachen im Auto. Oder ihr spielt das Spiel in einem Stau.
  • Piep, ein Traktor: Dieses Spiel haben meine Kids von der Geschichte „Ella in der Schule„. Immer wenn man einen Traktor sieht, muss man „Piep“ rufen! Völlig Banane das Spiel, aber es macht tatsächlich allen 3 Spaß.
  • Wer sieht als Erstes …?: Einer gibt eine Sache vor und dann suchen alle zusammen. Dabei sind auch kreative Lösungen erlaubt. Wird zum Beispiel ein Schiff gesucht, ist auch ein Foto von einem Schiff auf einem Lkw erlaubt. Hauptsache, es ist ein Schiff.
  • Lustige Sätze oder Berufe mit Autokennzeichen bilden: Denkt euch einen lustigen Beruf aus, den der Fahrer des Autos vor euch haben könnte. Geht dabei von dessen Autokennzeichen aus. MA – Müllaussauger; GER – Gertrudes Einkaufsritter
    Das Ganze funktioniert auch mit lustigen Namen. Dazu die mittleren Buchstaben nehmen und sich ausdenken, wie der Fahrer wohl heißt. CS – Clothilde Semmel

Snacks und Mittagessen

Mindestens genauso wichtig wie Entertainment ist Essen und Trinken während der Fahrt. Auch wenn wir bei uns normalerweise ein Ess- und Trinkverbot im Auto haben, gilt das nicht für lange Autofahrten.

Jedes Kind hat zu Beginn eine Trinkflasche mit Saftschorle an seinem Platz. Für die Mahlzeiten während der Fahrt haben wir eine Kühltasche mit allerlei Essbarem dabei: belegte Brote, Brezel, Äpfel, verschiedene Beeren, fertig geschnittene Rohkost, gekochte Eier, gefüllte Wraps und vegetarische Hotdogs.

„Mama! Wie lange noch?“

Um diese Frage ein für alle Mal zu klären und den Kindern unsere Fahrt etwas übersichtlicher zu machen, habe ich eine Wimpelkette gebastelt. Auf jedem Wimpel stand eine „Station“ auf unserer Reise. Das heißt jetzt nicht, dass wir da jedes Mal angehalten haben. Es war einfach nur eine größere Stadt oder Autobahnknotenpunkt. Immer wenn wir an so einem Punkt vorbei kamen, durften die Kinder einen Wimpel abreißen. So wurde sehr gut sichtbar, wie nah wir unserem Urlaubsort schon gekommen sind. Das war sehr motivierend für uns alle, auch für uns Erwachsene.

Ich würde es das nächste Mal etwas tiefer hängen, sodass wir besser nach hinten rausschauen können. Wir haben zwar etliche Außenspiegel, aber ich schaue trotzdem lieber in den Rückspiegel.

Eure Blanko-Wimpelkette könnt ihr euch unten herunterladen:

Tipps Reise mit dem Auto

Weitere Tipps rund um Urlaub und Auto findet ihr hier:
Packliste und To-do-Liste vor dem Urlaub zum Herunterladen
Was alles in ein Familienauto gehört

Hast du noch ein paar ultimative Tipps, wie man eine lange Autofahrt mit Kindern überlebt? Lass es uns unbedingt in den Kommentaren wissen!

Lass es dir gut gehen!

Natalie

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