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Heute erzähle ich dir, welche Sachen ich für den „Notfall“ immer in unserem Familienauto habe und was mir schon buchstäblich den A… äääh Hintern gerettet hat. Bereit für eine laaange Liste? Schnapp dir lieber mal noch einen Kaffee!

Familienauto organisieren

Als Mutter von 3 Kindern bin ich verdammt viel mit dem Auto unterwegs. Gut in Corona-Zeiten etwas weniger, es ist ja nichts mehr erlaubt, aber unter normalen Umständen bin ich ständig mit dem Auto auf Achse. Wir haben auch nicht wirklich viel Möglichkeiten vor Ort, daher muss ich alles mit dem Auto erledigen, egal ob Bäcker, einkaufen, Schule oder Bücherei, ein Auto ist bei uns auf dem platten Land ein absolutes Muss, leider!

Da wir außer unseren eigenen 3 Kindern auch noch eine Fahrgemeinschaft zur Schule haben, haben wir mittlerweile ein recht großes Familienauto, was auch unsere Urlaubsfahrten wesentlich leichter macht. Unseren Ford Tourneo würde ich nicht mehr hergeben wollen.
So jetzt aber zu den versprochenen Car Hacks und Ordnungssystemen, die mein Leben mittlerweile um einiges erleichtert haben und auch tatsächlich funktionieren.

Ausrüstung für kleinere und größere Notfälle

  • Windeln & Feuchttücher
    Beides brauchst du natürlich, wenn du noch ein Wickelkind hast. Aber auch bei größeren Kindern sind Feuchttücher durchaus noch sinnvoll. Verklebte Gesichter und Klebefinger gibt es in nahezu jedem Alter!
    Windeln in Größe 5 oder 6 können dich im Notfall auch bei größeren Kindern retten. Ich denke da an stockenden Verkehr oder Stau und keine Toilette in Sicht. In solchen Fällen muss immer jemand gaaanz dringend auf Toilette, so will es das Gesetz! In dem Fall Windel aufklappen, unterschieben und Pippi machen lassen. Ist nicht schön, aber besser als nasse Hosen und einen verpinkelten Autositz, stimmt’s? Diese Sachen sollten dann aber natürlich irgendwie im Fahrgastraum sein und nicht im Kofferraum, sonst kommt man im Notfall ja nicht ran. Ist klar, ne?
  • Toilettenpapier & Taschentücher
    Im selben Atemzug sollte noch das Toilettenpapier genannt werden, denn manchmal muss auch das große Geschäft mal in der Wildnis gemacht, werden (hoffentlich nur die Kinder). Als ich letztes Jahr im ersten Lockdown länger unterwegs war, waren an den Autobahnen sämtliche Raststätten zu. Toilette Fehlanzeige! Denkt denn hier niemand mit? Wie machen das denn eigentlich die armen LKW-Fahrer?
    Das ständige Nasehochziehen der Kids bringt mich um den Verstand. Taschentücher daher am besten an mehreren Stellen im Auto hinterlegen und gleich noch einen Mülleimer dazu hängen.
  • Starterkabel, Abschleppseil, Werkzeug & Ersatzreifen
    Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber wenn man die Sachen mal gebraucht hat, werden sie manchmal nicht mehr wieder zurückgelegt oder der Ersatzreifen ist platt. Blöder gehts dann halt nimmer. Also immer mal wieder ein Auge drauf haben, ob auch wirklich noch alles dabei ist. Bei uns ist das alles in einem Fach unter dem Beifahrersitz verstaut. Wichtig ist auch, dass das Werkzeug und das Starterkabel auch zum aktuellen Auto passen. Mir war bis vor Kurzem nicht klar, dass unser neues Starterkabel aus unserem alten Benziner nicht zu einem Diesel passt.
  • Erste-Hilfe-Set
    Ein Verbandskasten muss ja sowieso immer im Auto sein (ist der schon abgelaufen?), aber ein erweitertes Erste-Hilfe-Set kann nicht schaden. Wir haben zusätzlich noch ein paar Medikamente (Schmerzmittel, Durchfallmittel, …), Kinderpflaster, eine Pinzette für Zecken und Spreißel, Blasenpflaster, Wunddesinfektion und Einmalhandschuhe dabei.
  • Brech-Kit
    Wenn deine Kinder sind, wie meine, dann übergeben sie sich im Auto schlagartig! Da hilft meist nicht mehr allzu viel. Wir haben daher immer Brechtüten mit einem festen Plastikring zum leichteren Treffen griffbereit. Leider Gottes kommt es dann trotzdem manchmal zu Unfällen. Da kommt dann unser Brech-Kit zum Einsatz. Darin haben wir Ersatzkleidung für die Kinder, Mülltüten zum Verpacken der stinkenden Kleider, Lufterfrischer, noch mehr Feuchttücher und Handtücher zum Abdecken der verschmutzten Kindersitze. Im Kofferraum gibt es auch noch eine Ersatzsitzerhöhung, falls nichts mehr hilft. Wenn du noch einen Säugling hast, solltest du auch noch Ersatzkleidung für dich selbst einpacken.Ich habe mich früher ziemlich oft umziehen müssen, weil meine Milch ausgelaufen ist, mich das Baby vollgespuckt hat oder eine Windel auf meinem Schoß ausgelaufen ist. Sicher ist sicher! Die Ersatzkleider für die Kinder brauchen wir natürlich auch wenn sich mal wieder jemand in eine Pfütze gesetzt hat oder in einen Bach gefallen ist.
    Das alles habe ich in eine Kiste verpackt und unter einen Sitz von unserem Familienauto gestellt.
  • Nothammer
    Für den Notfall haben wir in jedem Auto einen Nothammer mit Gurtmesser parat. Wir werden sie hoffentlich nie brauchen, aber besser man hat sie dabei und braucht sie nicht, als sie zu brauchen und nicht zu haben. Ok, blöder Spruch, aber stimmt doch.
  • Wasser & haltbare Snacks
    Wasser und Essen kann man eigentlich immer brauchen! Ständig hat doch irgendjemand Durst oder Hunger, zumindest dann, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Besonders wichtig ist Wasser in einem längeren Stau oder bei einer Autopanne. Das kann ja auch schon mal bei 30 °C im Schatten passieren.
    Wasser in Plastikflaschen im heißen Auto wäre keine gute Idee, da Giftstoffe aus den Flaschen in das Wasser übergehen würde. Daher haben wir uns für Wasser ohne Kohlensäure in Glasflaschen entschieden.
  • Multi-Tool
    Da brauchen wir nicht drüber reden, ein Multi-Tool kann halt einfach alles. Für irgendetwas wird es im Notfall schon gut sein.
  • Stift, Papier, Unfallkarte & Unfallbogen der Versicherung
    Ein Unfall ist schnell passiert. Da wir da meist keinen kühlen Kopf mehr haben, kommt ein fertiger Unfallbogen, ein Stift und eine Unfallkarte der Versicherung mit allen Daten gerade gelegen. Einfach ausfüllen, Unfallkarten austauschen und vor allem nett und höflich bleiben.
Nothammer Auto
Brechen im Auto
Ordnung Familienauto

Stress vermeiden und einigermaßen entspannt ankommen

  • Schlafanzüge für kleinere Kinder
    Falls du mal abends etwas länger unterwegs bist, kannst du dann deinen Zwerg gleich in den Schlafanzug packen und im Auto einschlafen lassen, falls das Zwergle das mitmacht. Bei einem von unseren 3 Kindern hat das prima geklappt. Die beiden anderen waren immer wach, sobald ich sie aus dem Sitz geholt habe. Aber einen Versuch ist es wert. Die Ära der Ausgangssperren wird ja hoffentlich irgendwann mal Vergangenheit sein.
  • Flaschenband für Flasche, Schnuller oder Kuscheltier
    Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich schon anhalten musste, weil meine Kleine irgendwas verloren hat und dann geschrien hat wie am Spieß, bis sie es wieder bekommen hat. Da angelt man dann nach der Flasche oder dem Becher auf dem Boden und kommt doch nicht dran. Das ist nervig und gefährlich noch dazu. Ein Flaschenband hat sich da für uns bewährt. Mittlerweile hängen wir da alles Mögliche dran, Bücher, Schnuller, Kuscheltiere, …
  • Ladegerät fürs Handy
    Ein leeres Handy bedeutet für mich oft Stress. Für den Einkauf sind all meine Rabattkarten darauf gespeichert, ich kann nicht schnell Bescheid geben, falls ich mich verspäte oder mal eben die Adresse noch einmal überprüfen. Daher habe ich immer ein Ladegerät für den Zigarettenanzünder im Auto. Wir haben auch eine ganz normale 230 V-Steckdose im Auto, aber die habe ich noch nie genutzt. Da muss ich mal rausfinden, für was ich die verwenden kann.
  • Spiele fürs Familienauto
    Nichts ist nerviger als eine Bande streitender Kinder im Auto. Um den Pegel etwas niedriger zu halten, haben wir ein paar Autospiele im Auto. Neben dem klassischen Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“, spielen wir auch Auto-Bingo. Das Spiel habe ich mal auf einem Kinderbasar für ein paar Cent gekauft, man kann sich aber auch Spielblätter aus dem Internet ausdrucken. Du hast ein klassisches Bingofeld mit unterschiedlichen Dingen drauf, die man unterwegs sehen kann, zum Beispiel ein Pferdeanhänger, ein Windrad oder ein Hubschrauber. Immer wenn man etwas sieht, darf man es abstreichen. Hat man eine Reihe voll, wird Bingo gerufen und man hat gewonnen. Das Ganze gibt es auch mit Automarken oder (ganz pädagogisch wertvoll) mit Straßenschildern. Besonders einfach geht es auf einem Klemmbrett.
    Apropos Klemmbrett. Da kann man auch schnell ein paar Rätsel, Vorschulblätter oder Ausmalbilder festklemmen.
    Natürlich haben wir auch jede Menge CDs, Bücher und auf langen Fahrten auch mal Filme auf dem Tablett dabei.
  • Restauranttasche
    Das ist jetzt eigentlich nichts für die Fahrt, aber fürs Ankommen. In unserem Auto haben wir für jedes Kind eine Restauranttasche. Das ist ein kleines Malköfferchen von Ikea, das wir mit den unterschiedlichsten Dingen für die Kinder gefüllt haben. So müssen sie sich im Restaurant nicht langweilen, bis ihr Essen kommt oder danach, wenn Mama noch in Ruhe ihren Kaffee trinken will. Stört es nur mich, dass viele Kinder mittlerweile in Restaurants nur noch in ihre Handys schauen und nicht mehr am Familienleben teilnehmen? Ich habe so oft beobachtet, dass sogar während des Essens das Handy noch läuft. So was verstehe ich nicht. Aber gut, ich schweife ab.
  • Hocker im Bus
    In einem normalen Auto wird man das nicht brauchen, aber in einem größeren Bus dann vielleicht doch. Gerade 2-Jährige wollen alles alleine machen. Aber in ihren Autositz mit Iosfix-Basis kommen sie nicht alleine rein. Der ist einfach viel zu hoch. Das kann dann schon mal zum einen oder anderen Drama führen. Wir haben daher den hohen Ikea-Hocker in unserem Bus stehen. So kommt auch die Kleine alleine in ihren Sitz und muss nicht mit schmutzigen Schuhen auf Autositze kraxeln.
Ordnung halten im Auto

Das Familienauto einigermaßen sauber halten

  • Mülleimer zum Hängen
    Kinder haben eigentlich immer Müll
    . Hier ein Taschentuch, da ein Kaugummi oder sonstigen Ekelkram. Besser, sie haben einen Platz zum Abladen ihres Mülls, sonst fliegt es nur irgendwo im Auto rum. Wichtig ist allerdings, dass sie den Mülleimer auch tatsächlich während der Fahrt erreichen können, sonst wird es halt doch wieder einfach fallen gelassen. Gerade wenn Kinder mit den Gurten des Kindersitzes angeschnallt sind und nicht mit dem Autogurt, ist ihr Bewegungsraum stark eingeschränkt.
  • Mikrofasertuch und Sprayflasche
    Da ich immer mal wieder Wartezeiten im Auto überbrücken muss, nutze ich die Zeit manchmal, um ein bisschen zu putzen. Das kann man auch mal locker kurz vor den geschlossenen Schranken am Bahnübergang machen. Einfach ein bisschen Wasser aufs Tuch aufsprühen und übers Armaturenbrett wischen. Sauber ist anders, aber besser ist es! Hier gehts um Fortschritte und nicht um Perfektion!
  • Sitzschoner unter Kindersitze
    Kindersitze können echt unschöne Dellen und Kratzer auf den Autositzen
    hinterlassen. Wir haben recht helle Ledersitze in unserem Familienauto. Daher haben wir uns für Sitzschoner entschieden, die auch die Sitze vor den dreckigen Schuhen unserer 2-Jährigen schützen sollen, die meist noch im Reboarder fährt.
  • Sitzorganizer
    Um den ganzen Kram der Kinder verstauen zu können, haben wir Organizer zum Hängen an die Vordersitze gekauft. Darin lassen sich dann Taschentücher, Spiele, Trinkflaschen und Snacks gut verstauen. Eigentlich hat unser Organizer auch eine Tasche für das Tablett, um sich bequem Filme auf längeren Fahrten ansehen zu können, aber die wird in der Praxis eigentlich nie genutzt.
Sitzschoner Autositze

Effektiver und günstiger Einkaufen

  • Coupons immer im Auto aufbewahren
    Ich weiß nicht, wie oft ich im Supermarkt stand und vergessen hatte, die Coupons einzupacken. Das nervt dann so richtig, wenn du weißt, dass du jetzt eigentlich 10 % sparen könntest. Ich habe eine kleine Mappe mit allen Coupons und Gutscheinen für unterwegs in meiner Beifahrertür.
  • Kundenkarten
    In nahezu jedem Geschäft gibt es mittlerweile Kundenkarten. Über den Sinn und Unsinn dieser Karten kann man jetzt streiten, aber Tatsache ist, dass man damit oft auch richtig Geld sparen kann. Eigentlich nutze ich eine App auf meinem Handy, um meine Kundenkarten zu speichern. Leider habe ich das beim Einkaufen aber auch schon des Öfteren vergessen. Daher habe ich die Kundenkarten im Original in meinem Auto dabei. Ich habe einfach ein Loch reingestanzt und sie an einen Ring gehängt. So habe ich immer alle beisammen.
  • Einkaufstaschen oder Klappkisten
    Ich bin ein großer Fan von stabilen Klappkisten. Sie sind platzsparend und sehr leicht zu beladen. Daher habe ich eigentlich immer welche in meinem Kofferraum.
  • Münzen für den Einkaufswagen
    Eigentlich ein No-Brainer, aber der Vollständigkeit wegen sei es noch einmal erwähnt. Haltet 1-2 Münzen oder Chips für den Einkaufswagen bereit. Meine liegen immer in der Brillenablage über dem Fahrersitz. Wenn ihr mich im großen Stil beklauen wollt, wisst ihr jetzt, wo meine Schätze liegen.
Einkaufstaschen

Wichtiges und Nützliches für unterwegs

  • Decken
    Decken kann man für alles brauchen. Mal als Strandlaken, mal als Picknickdecke oder mal zum Wärmen am Lagerfeuer. Eine muss mindestens ins Auto, besser noch 2-3. Besonders wichtig kann sie auch bei längeren Staus im Winter werden.
  • Pullover & Westen für alle Familienmitglieder
    Ja, wir haben tatsächlich für uns alle noch Westen oder Pullover im Auto. Wenn es abends kühler wird oder wir die Temperatur falsch eingeschätzt haben, müssen wir unseren Ausflug nicht komplett abbrechen, sondern können uns noch schnell eine Weste aus dem Auto holen. Das hat uns schon ein paar Mal den Sonntagsausflug gerettet.
  • Sonnencreme & Sonnenhüte
    Das ist jetzt der umgekehrte Fall: Sonne unterschätzt. Also schnell mal noch eincremen und Sonnenhut auf.
  • Schirme
    Gleiches in Grün. Falls es regnet, haben wir zumindest mal ein paar Schirme im Auto.
  • Masken & Desinfektionsmittel
    Mittlerweile brauchen wir in dieser verrückten Welt auch jede Menge Masken. Daher habe ich immer welche in 2 Größen im Auto und natürlich auch ein Händedesinfektinsmittel.
  • Haartasche
    Nein, das ist keine Tasche aus Haaren, aber eine Tasche für die Haare. Leider sind wir oft viel zu spät dran mit allem. Also schnell rein ins Auto und vor Ort noch mal schnell die Haare in Ordnung bringen. In der Tasche ist alles mögliche drin, Haarbürste, Kamm, Sprayflasche mit Wasser, Klämmerchen aller Art und Haargummis.
Familienauto ordnen

Weitere tolle Tipps bei YouTube von Mamiblock und Täglich Mama

Hast du bis hierhin durchgehalten? Respekt! Das war echt viel Text. Suche dir einfach die Tipps aus dir für dich passen und bastle deine eigenen Ansprüche an dein Familienauto dazu. Und schon hast du deine perfekte mobile Kommandozentrale.
Und vergiss nicht, dass Organisation nichts Statisches ist. Du musst deine Ordnungssysteme immer wieder deinen Bedürfnissen anpassen und verändern, bis es passt. Also kein Stress, wenn dein System nicht sofort perfekt ist, das wird es nicht sein und sicherlich auch nie werden. Wichtig ist der Fortschritt, nicht die Perfektion.

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Lass es dir gut gehen!

Natalie

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