Immer wenn ich mich mit anderen Leuten über meine Budgetplanung unterhalte, kommt die gleiche Frage auf: Wie zum Geier schaffst du es, dein Lebensmittelbudget einzuhalten? 125 € für 5 Personen pro Woche inklusive Drogerieartikel, Haushaltswaren und Windeln das geht doch gar nicht! Doch geht! Mit den richtigen Tipps zum Geld sparen kannst du deine Lebensmittelrechnung halbieren. Probiert aus!

(Der Artikel enthält unbezahlte Werbung wegen Markennennung und -erkennnung!)

Geld sparen im Supermarkt

Geld sparen fängt schon vor dem Einkaufen an. Wenn du ohne Einkaufsliste und ohne Plan einkaufen gehst und das vielleicht noch mehrmals die Woche, gibst du sicherlich viel zu viel aus. Eine gute Planung ist der Schlüssel zu allem. Klingt nervig und spießig? Zugegeben, das ist es auch! Es ist ziemlich nervig, immer alles akribisch zu planen. Aber es funktioniert, spart viel Geld und auf lange Sicht auch unglaublich viel Zeit!

1. Schritt: Geld sparen durch Resteverwertung

Wenn du dich einfach nur hinsetzt und eine Einkaufsliste schreibst, zäumst du das Pferd von hinten auf. Die Einkaufsliste ist so ziemlich das Letzte, was du tust.

Wir beginnen erst mal mit einem tiefen Blick in den Kühlschrank. Und wenn ich sage tief, dann meine ich tief! Was liegt da schon ewig drin und muss unbedingt mal gegessen werden? Welches Obst oder Gemüse muss verbraucht werden, bevor es das Zeitliche segnet? Und welche Reste vom Vortag sind noch da? Das alles schreibst du auf.

Jetzt ist auch der Zeitpunkt, um verdorbenes Essen auszumisten und im Kühlschrank mal wieder klar Schiff zu machen. Vor dem Einkaufen sollte der Kühlschrank recht leer sein. Da ist das Putzen um einiges leichter. Ist dein Kühlschrank noch recht voll, dann brauchst du vielleicht gar nicht einkaufen. Du kannst sicherlich noch so einiges aus deinen restlichen Sachen vom letzten Einkaufe oder von den letzten 50 Einkäufen kochen. Einfach mal kreativ werden!

Kühlschrank überprüfen und Reste nutzen

2. Schritt: Gefrierschrank und Vorratskammer überprüfen

Diese Sachen müssen nicht ganz so schnell aufgegessen werden wie die Sachen im Kühlschrank, aber dennoch gibt es da das ein oder andere, was mal wegmüsste. Ein Gefrierschrank ist keine Einbahnstraße! Man darf auch Sachen wieder herausnehmen. Das ist erlaubt, ehrlich!

Auch diese Sachen schreibst du auf die Liste, die du vorhin beim Kühlschrankcheck schon begonnen hast. Jetzt hast du den Grundstock schon gebildet. Aus diesen Sachen versuchst du nun, Gerichte für die Woche zu planen.

Überblick Vorrat schaffen

3. Schritt: Menüplanung

Nachdem zu jetzt deine Zutaten kennst, die verbraucht werden müssen, kannst du dich an die Menüplanung machen. Schau dir deine Standardrezepte an, also die Gerichte, die du immer wieder kochst. Passt da ein Gericht zu deinen Zutaten? Wenn ja, hast du deine ersten Gerichte schon gefunden. Sinnvoll ist hier sicherlich ein guter Rezepteordner mit deinen Lieblingsgerichten.

Hast du nichts passendes in deinem Repertoire, dann kannst du auch ganz schnell nach Rezepten googeln. Bei Chefkoch.de kann man auch Zutaten eingeben und es werden dir passende Rezepte ausgespuckt. Das ist superpraktisch. Sehr bequem funktioniert es auch über die Cookidoo-App von Thermomix, falls ihr Besitzer eines solchen Gerätes seid. Einfach Zutat eingeben und Rezepte aussuchen.

Besonders leckere und trotzdem einfache Rezepte finde ich auch immer bei Liebesbotschaft und Luzia Pimpinella. Für meine Kids sind die aber zu abgefahren, da muss dann zwischendurch mal Pizza, Milchreis und Nudeln mit Tomatensoße her.

Mahlzeiten für die Woche vorplanen und Reste verwerten

Schritt 4: Einkaufsliste schreiben

Jetzt darf endlich die Einkaufsliste geschrieben werden. Die Vorarbeit ist endlich fertig! Schreibe einfach nur noch die Zutaten auf, die dir zu den geplanten Gerichten fehlen. Dazu kommen noch Zutaten für Frühstück, Pausenbrote, Abendessen, Snacks und Haushaltsartikel.

Mahlzeiten vorplanen

Schritt 5: Angebote vergleichen

Jetzt schnappst du dir die Angebotsflyer und schaust dir mal an, was von deiner Einkaufsliste vielleicht im Angebot ist. Lass dich aber nicht von irgendwelchen Sachen beeinflussen, die du gar nicht brauchst. Du brauchst sie auch nicht, wenn sie plötzlich billiger sind. Halte dich an deinen Einkaufszettel!

In welchem Supermarkt sind die meisten Sachen im Angebot, die du brauchst? In diesen Supermarkt oder Discounter fährst du diese Woche. Und nur dorthin.

Angebote im Supermarkt vergleichen

6. Schritt: Geld sparen durch Vorratshaltung

Eine gute Vorratshaltung kann dir beim Sparen unglaublich helfen. Das Prinzip ist einfach: Du kaufst nur noch Sachen im Angebot und lebst in der Zwischenzeit bis zum nächsten Angebot von deinen Vorräten.

Sehr gute Angebote von Artikeln, die du wirklich auch sonst kaufen würdest und die länger haltbar sind, solltest du daher auf Vorrat kaufen! Wenn beispielsweise dein Waschmittel von 5,49 € im Originalpreis im Angebot auf 3,99 € fällt, kaufst du gleich 2-3 Packungen, wenn dein Budget dies für die Wochen noch hergibt. So baust du dir langsam und Schritt für Schritt einen kleinen Vorrat auf und musst nie wieder dein Waschmittel zum Originalpreis kaufen. Fällt der Preis sogar noch unter den normalen Angebotspreis, zum Beispiel auf 2,99 €, dann kaufst du mehr. Der normale Angebotspreis von 3,99 € kommt immer wieder. Spätestens nach 3-4 Wochen hat irgendein Supermarkt im Umkreis das Produkt wieder zu diesem Preis im Angebot. Du solltest daher nicht in Panik verfallen und extrem viel kaufen. Ein super Preis von 2,99€ dagegen wird es aber so schnell nicht wieder geben. Daher solltest du dich da wirklich eindecken. Achte aber auch hier auf dein Budget. Kaufe erst einmal alles andere und nimm so viele Packungen des Waschmittels mit, wie dein Budget noch her gibt. Gehe auf keinen Fall darüber!

Das Beispiel mit dem Waschmittel lässt sich auf beliebige andere Artikel anwenden. Wichtig ist nur, dass du die Waren auch tatsächlich verbrauchst. Gehen sie in deinem Vorrat kaputt, hast du grad mal gar nichts gespart, ganz im Gegenteil.

Kaufe nur das, was du auch wirklich isst oder verwendest!

7. Schritt: Coupons checken, geschickt aktivieren und Geld sparen

In vielen Geschäften gibt es mittlerweile Treueprogramme mit etlichen Coupons und Karten. Da blickt kaum noch jemand durch. Für mich persönlich haben sich nur wenige wirklich durchgesetzt. Ich nutze die Paypack-Karte, das Globus-Punkte-Programm und die Coupons von Lidl und dm. Da den Überblick zu behalten ist schon schwer genug, da brauche ich nicht noch mehr.

Überprüfe die aktuellen Coupons für deinen Supermarkt und aktiviere sie VOR dem Einkauf. Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich das schon vergessen hatte und dann hektisch versucht habe, noch schnell die Coupons an der Kasse in der App zu aktivieren. Und die hinter mir schon: „Schnauf mit dem Fuß scharren und vor sich hin brabbeln“. Also vorher machen!

Lange Zeit habe ich einfach mal alle Coupons aktiviert, normal eingekauft und die Coupons eher zufällig genutzt. Mittlerweile mache ich das etwas geschickter. Meist sind die Coupons nicht miteinander kombinierbar und auch einige Tage oder sogar Wochen gültig. Im Zuge meiner Vorratshaltung und meiner Budgetplanung muss ich schon genau überlegen, wann es Sinn macht, die Coupons einzusetzen.

Gibt es beispielsweise einen 10 %-Coupon auf Lebensmittel bei dm und gleichzeitig einen 20-fach auf Wasch- und Putzmittel, ist es sehr unklug, beide zusammen zu aktivieren! Nutze lieber das restliche Wochenbudget für Lebensmittel, die du immer bei dm kaufst. Dort ist alles recht lange haltbar und kann daher gut eingelagert werden. Kaufe also so viele deiner Standardlebensmittel, wie noch in dein Budget passt. Und konzentriere dich in der nächsten Woche auf die Wasch- und Putzmittel. Hast du versehentlich auch nur ein kleines Spülmittel in der vorherigen Woche gekauft, dann ist der Coupon weg. Aktiviere also nur die Coupons, die du in dieser Woche auch wirklich nutzen möchtest.

Coupons im Supermarkt nutzen

8. Schritt: Einkaufen gehen

Und dann gehts auch schon los. Das kannst du jetzt kaum glauben, gell? Echt jetzt? Jetzt darf ich endlich einkaufen? Na danke schön!

Na ja, vielleicht bleibst du auch einfach am Laptop sitzen und kaufst beim Abholservice oder online ein. Das hat gleich mehrere Vorteile: Du kaufst gezielter ein und vermeidest vor allem Impulskäufe. Bist du schon mal aus dem Supermarkt gekommen und hast nur genau das gekauft, was auf deiner Einkaufsliste stand? Echt? Also entweder bist du ein Mann oder du lügst! Ich schaffe das nie! Irgendetwas landest immer noch im Einkaufswagen, weil ich da Lust drauf habe, weil ich das schon sooo lange nicht mehr gegessen habe, weil es gerade im Angebot ist oder, oder, oder. Irgendeinen Grund gibt es doch immer, um etwas zu kaufen, was eigentlich kein Mensch braucht. Bei Vorbestellungen zum Abholservice passiert das viel weniger und wenn doch, immerhin innerhalb deines Budgets. Denn du hast während des Einkaufs immer den Gesamtbetrag im Auge und kannst gegebenenfalls noch mal anpassen. An der Kasse im Supermarkt fängst du nicht mehr an, Sachen zurückzulegen, wenn du dein Budget überschritten hast. Im Onlinewarenkorb dagegen ist das überhaupt kein Problem. Abholservice ist zumindest in unseren Breitengraden nur bei Rewe möglich. Vielleicht machen das bei euch auch noch andere Supermärkte.

Ähnliche Effekte erzählst du in Supermärkten mit Scan&Go. Bei uns gibt es das bei Globus schon recht lange. Neu habe ich es mittlerweile auch bei Penny gesehen. Du gehst normal einkaufen, scannst aber das Produkt beim Einladen in den Einkaufswagen selbst ab. Das geht entweder mit einem Scanner vom Supermarkt oder mit dem eigenen Handy. So hast du auch immer deinen Gesamtbetrag im Blick. Das Zurücklegen ist da etwas aufwendiger, aber immer noch möglich, ohne sich an der Kasse zu blamieren. Am Ende zahlst du deine Rechnung, ohne vorher noch mal alles umständlich aufs Band legen zu müssen.

Aber wichtig ist eines: Gehe nur EINMAL in der Woche einkaufen! Wirklich nur einmal!

Was kostet eine Packung Eier und ein Päckchen Butter? Genau, 50 €! Du wirst nicht in den Supermarkt gehen und nur Eier und Butter kaufen. Du wirst noch andere Sachen mitnehmen, die du ganz dringend brauchst oder vielleicht möglicherweise ganz dringend brauchen könntest oder wo du gerade Lust drauf hast. Stimmt’s? Stimmt!

Wir gehen also ab heute nur noch einmal die Woche einkaufen, komme, was da wolle!

clever einkaufen
Nur noch die Hälfte ausgeben beim Einkaufen

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Hast du noch Tipps, wie man beim Einkaufen Geld sparen kann? Lass es uns in den Kommentaren wissen. So können wir voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen!

Lass es dir gut gehen!

Natalie

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